Max Dauthendey

Abendhelle
Ach Lippen
Alleingelassen
Allerseelen
Alles wird wertlos
Als ob nur die Ferne Glück verheißt
Am Schneeberg
Am süßen lila Kleefeld
An deinen Brüsten die Stunden
An deinen Lippen
Das bisschen Licht am Winterfenster
Das Land im Schnee kein Ende fand
Das Wasser
Dein Haar ist mein zärtlichstes Kissen
Deine Brüste an meiner Brust
Deine Küsse, deine Brüste, deine Arme
Deine Locken
Der Abend wirft allen die Masken ab
Der Berg ließ die Erde still los
Der Frühling ist in aller Mund
Der Himmel
Der Nachtwind mit der Lust, zu klagen
Der Regen, das lebende Frühlingszeichen
Der Schnee
Der Tauwind
Des hab' ich mich noch nie bedankt
Die Herzen der Sänger
Die Kälte
Die letzte Sonne sah uns ins Gesicht
Die Luft war stumm
Die Mondfrau
Die Mondsichel
Die Nachtigallen loben dich
Die Pappeln am Fluss
Die Schneeschaufel
Die Sehnsucht peitscht
Die Sonne kann nicht mehr
Die Sonne sank ...
Die Sorgen ackern
Die Winterwolke spricht von Schnee
Ein blauer Schneeweg
Ein Nebel kam über die Brücke gegangen
Ein weißer Eissommer
Einmal lässt Sehnsucht sich nicht mehr verstecken
Es sieht ein Stern herein
Für dich
Graues Heimatnebelland
Heut Abend
Ich grübe mir gern in die Stille ein Grab
Ich küsse die Luft
Ich schleppe der Einsamkeit Berge
Ist niemand da, nicht mal mein Schatten?
Jasmin
Jeder muss sich seinen Weg
Jetzt ist es endlos still umher
Jetzt rennen die Bäche
Juli
Kommt der Frühling geschwommen
Laternen stehn
Mit dem Tode Wand an Wand
Mit Uhren zählt man nur die Qualen
Nichts weiter wird geschehen
Nie findet jetzt mein Hunger Ruh
Nie war die eine Liebesnacht
Nur der Regen sich her zu mir bewegt
O Grille sing-
Regenduft
Sanft legte dich die Liebe auf mein Bett
Schneeflocken wie weiße Mücken
Schollen Eis
Sind zwei getrennt
Solang ein Weib tut leben
Sonne sank
Stille weht in das Haus
Trennen ist ein Sterben
Umwinterte Berge
Und deine Füße steigen in mein Bett
Und der Fluss erfriert in seinem Bette
Und durstig kommt die Nacht zu allen
Und Erde ist die Hand,
Und Nächte werden aus allen Tagen
Und was suchen die alle?
Viel schnelle Amseln laufen
Vom Wind
Von dir lachen noch meine Träume
Wege leer ins Leere sehen
Weiß nicht mehr, wo die Erde liegt
Weiter fällt mir mein Traum nicht ein
Wenn deine Arme sich ausbreiten
Wenn wir lieben
Zwei Raben

*1867 † 1918

Dauthendey